New York

Die Geschichte New Yorks

Die Entdeckung New York Citys

Manhattan, das Herz des heutigen New York City, wird, laut seinen Reiseberichten, 1524 von dem florentinischen Kaufmann Giovanni da Verranzano entdeckt. Doch die eigentliche Geschichte der Metropole beginnt im Jahr 1609, als der Engländer Henry Hudson, nach dem später der Hudson-River benannt wird, die Stadt als ideale Handelsmetropole erkennt. 1621 erwirbt die Holländische Westindische Kompanie die Handelsrechte für das Gebiet.

Die Entwicklung der Stadt im 16. bis 18. Jahrhundert

Nach der Entdeckung und handelsrechtlichen Erschließung der Stadt lassen sich immer mehr niederländische Bürger und Händler in dem Gebiet nieder. Bald florierte der Handel mit verschiedensten Gütern. Nach und nach werden Manhattan und die angrenzenden Gebiete den indianischen Ureinwohnern im Tauschhandel abgeworben. Verschiedene Gouverneure regieren in dieser Zeit in der Stadt. 1683 gibt es die erste Stadturkunde von New York City, das zu diesem Zeitpunkt 4000 Einwohner hat. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kann New York zunächst seine britische Herrschaft nicht beenden, wird aber schließlich im Jahr 1784 Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. 1790 löst Philadelphia New York in dieser Funktion ab. New York wird nach der Gründung der Wall Street im Jahr 1792 zur amerikanischen Wirtschaftsmetropole.

New York City im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert erhält Manhattan die später für New York City typische Architektur im rechteckigen Raster aus nord-südlichen Streets und ost-westlichen Avenues. Immer mehr europäische Einwanderer strömen in die Stadt, die im Jahr 1898 bereits 7,3 Millionen Einwohner zählt. New York wird wirtschaftlich immer erfolgreicher. Das schlägt sich im Bau vieler heute als Sehenswürdigkeiten bekannter Bauwerke nieder. 1883 werden Metropolitan Opera und Brooklyn Bridge eröffnet, 1886 die Freiheitsstatue und 1891 die Carnegie Hall.

Das 20. Jahrhundert - New York City ist weiter im Aufschwung

Im Jahr 1904 baut New York als sechste Stadt der Welt eine U-Bahn. Heute ist diese Bahn mit mehr als 400 Kilometern Gleisstrecke die längste U-Bahn der Welt. Im 20. Jahrhundert sichern sich alle bedeutenden Unternehmen einen Firmensitz in der aufsteigenden Metropole. Das erste Hochhaus, das Flatiron Building, entsteht 1904. Es folgen immer höhere Wolkenkratzer wie das Empire State Building (1930), das Chrysler Building (1931) und das Rockefeller Center (1940). Im zweiten Weltkrieg fliehen zahlreiche deutsche Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle nach Amerika. Viele von ihnen bereichern die Kulturszene von New York City. Nach dem zweiten Weltkrieg kann New York seine Stellung als Welthandelsmetropole halten. Seit 1946 ist es der ständige Sitz der Vereinten Nationen. Seit dem Ende der 40er Jahre werden auch immer mehr futuristische Architekturprojekte in der Stadt realisiert. Konstruktionen aus Stahl und Glas prägen seither das Stadtbild. 1973 wird das World Trade Center, das höchste Gebäude in New York und gleichzeitig das höchste der Welt, fertiggestellt.

21. Jahrhundert

Das im 20. Jahrhundert erbaute World Trade Center, Symbol für die wirtschaftliche Macht Amerikas und die Stellung New York Citys, sorgt an einem Tag im noch jungen 21. Jahrhundert für das größte Trauma in der amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Am Morgen des 11. September 2001 fliegen zwei durch arabische Terroristen gesteuerte Flugzeuge in die Türme des New Yorker Handelszentrums. Die Türme stürzen ein und begraben zahlreiche Menschen unter sich. Über 3000 Todesopfer fordert dieses Ereignis. New York City und seine Menschen haben sich seither entscheidend verändert. Viele sprechen davon, dass das Selbstverständnis Amerikas und New Yorks nie wieder dasselbe wurde. Zeugnis der jüngsten historischen Ereignisse am 11. September 2001 ist der Ground Zero, das Gelände, auf dem früher die Zwillingstürme standen. Es fungiert heute als Gedenkstätte.